Therapie mal anders

Therapie mal anders: »Eine Klasse für´s Ich: Was soziale Herkunft mit Therapie zu tun haben kann« – Jan Niggemann

»Therapie mal anders« – eine Vortragsreihe zu Diskriminierung im psychotherapeutischen Kontext. Heute: »Eine Klasse für´s Ich: Was soziale Herkunft mit Therapie zu tun haben kann« mit Jan Niggemann

Für welche Adressat:innen eine Therapie geeignet ist, wird selten allein anhand der Problemlagen entschieden. Die soziale Lage entscheidet über das Angebot, das Wissen um die möglichen Alternativen oder die Dauer entscheidend mit. Ausnahmen sind seit Beginn der Entwicklung von Therapien wieder und wieder eingefordert und ausprobiert worden. Während verhaltenstherapeutische Ansätze vermehrt mit einer großen Zahl an Klient:innen zu kämpfen haben, sind die Ausbildung und die Dauer von Psychoanalysen selbst ein zeitlich, finanziell und intellektuell kostspieliges Vorhaben. Psychologie und Psychoanalyse sind nicht frei von klassistischen Perspektiven, die sich bis in die Methoden, die Begriffe und Theorien hinein auf die therapeutischen Prozesse auswirken. Im Workshop werden wir anhand eines Beispiels gemeinsam erkunden, inwiefern sich Klasse und Klassismus in Theorie und Therapie sinnvoll berücksichtigen ließen und wo Grenzen therapeutischer Interventionen liegen könnten.

Die Veranstaltung wird geschriftdolmetscht.

Teilnahme

Beginn ist 18.30 Uhr. Der Vortrag findet online via Zoom statt. Teilnehmen könnt ihr nach vorheriger Anmeldung. Schreibt eine E-Mail an: therapiemalanders@gmail.com

Über die Veranstaltungsreihe Therapie mal anders: Klassismus, Rassismus und Gender

Die Veranstaltungsreihe »Therapie mal anders«, der Hochschulgruppe »Kritische Psychologie«, widmet sich in diessem Sommersemester den Themenkomplexen Klassismus, Rassismus und Gender. Damit wollen die Organisator*innen Diskriminierung im psychotherapeutischen Kontext und Raum benennen und Dynamiken darin hinterfragen. Denn bisher ist es so, dass zu selten beachtet wird, dass sich der psychotherapeutische Raum nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum befindet, sondern sich in ihm strukturell-gesellschaftliche Themen ebenso manifestieren wie in anderen Räumen. Die drei großen Themenkomplexe, Rassismus, Klassismus und Gender sollen in ihrem Zusammenhang mit Psychologie und Psychotherapie betrachtet werden. Innerhalb jedes Themenkomplexes wird auf die Bereiche Forschung, Praxis und Lehre Bezug genommen.

Weitere Informationen zu den Inhalten erhaltet ihr auf der Internetseite der Hochschulgruppe: Termin-und Themenübersicht »Therapie mal anders«.

Gefördert durch:
House Resources Dresden+ , Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (Dieses Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts), GenderConceptGroup der TU Dresden (aus Mitteln der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern), Fachschaftsrat Psychologie der TU Dresden, Psycho-Path e.V. und Kinder- und Jugendbüro Dresden.

Therapie mal anders: Plakat
Flyer: Therapie mal anders
Datum:
21. Juni 2021
Beginn:
18:30
Ende:
20:00
Karte:
Veranstalter:
Hochschulgruppe Kritische Psychologie Dresden