Therapie mal anders

Therapie mal anders: »Psychologie, Klassismus & soziale Ungerechtigkeit« – Philip Keeler

»Therapie mal anders« – eine Vortragsreihe zu Diskriminierung im psychotherapeutischen Kontext. Heute: »Psychologie, Klassismus & soziale Ungerechtigkeit« mit Philip Keeler

»Es ist grausam zu wissen, dass immer dort, wo Menschen institutionell um Hilfe und Unterstützung bitten und flehen, sie statt Fürsorge, Stigmatisierung und Demütigung erfahren«.Das »bürgerliche« Projekt der Psychologie bietet nicht für alle Menschen gleichermaßen Platz. Arbeiter*innen, Bildungsbenachteiligte, Arme und Arbeitslose kommen nicht nur unter anderen Voraussetzungen mit der Psychologie in Kontakt, sie haben auch grundlegend andere Erfolgschancen im Prozess der Genesung und Heilung. Es ist an der Zeit, die Psychologie als Gegenstand des Diskurses um soziale Gerechtigkeit zu begreifen. Nur so lassen sich gesellschaftliche Transformations- und Bewältigungsprozesse beginnen.

In einer biographischen Erzählung werden individuelle Erfahrungen im Kontext kapitalistischer und klassistischer Prozesse und Strukturen verortet. Es stellt sich die Frage: »Wem wird hier eigentlich geholfen?« – und vor allem: »Wer kann diese Hilfe eigentlich in Anspruch nehmen?«.

Die Veranstaltung wird geschriftdolmetscht.

Teilnahme

Beginn ist 18.30 Uhr. Der Vortrag findet online via Zoom statt. Teilnehmen könnt ihr nach vorheriger Anmeldung. Schreibt eine E-mail an: therapiemalanders@gmail.com

Über die Veranstaltungsreihe Therapie mal anders: Klassismus, Rassismus und Gender

Die Veranstaltungsreihe »Therapie mal anders«, der Hochschulgruppe »Kritische Psychologie«, widmet sich in diessem Sommersemester den Themenkomplexen Klassismus, Rassismus und Gender. Damit wollen die Organisator*innen Diskriminierung im psychotherapeutischen Kontext und Raum benennen und Dynamiken darin hinterfragen. Denn bisher ist es so, dass zu selten beachtet wird, dass sich der psychotherapeutische Raum nicht in einem gesellschaftlichen Vakuum befindet, sondern sich in ihm strukturell-gesellschaftliche Themen ebenso manifestieren wie in anderen Räumen. Die drei großen Themenkomplexe, Rassismus, Klassismus und Gender sollen in ihrem Zusammenhang mit Psychologie und Psychotherapie betrachtet werden. Innerhalb jedes Themenkomplexes wird auf die Bereiche Forschung, Praxis und Lehre Bezug genommen.

Weitere Informationen zu den Inhalten erhaltet ihr auf der Internetseite der Hochschulgruppe: Termin-und Themenübersicht »Therapie mal anders«.

Gefördert durch:
House Resources Dresden+ , Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen (Dieses Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts), GenderConceptGroup der TU Dresden (aus Mitteln der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern), Fachschaftsrat Psychologie der TU Dresden, Psycho-Path e.V. und Kinder- und Jugendbüro Dresden.

Therapie mal anders: Plakat
Flyer: Therapie mal anders
Datum:
14. Juni 2021
Beginn:
18:30
Ende:
20:00
Karte:
Veranstalter:
Hochschulgruppe Kritische Psychologie Dresden
Dozent*innen:
Philip Keeler

Philip Keeler ist freiberuflicher Referent und Trainer in der Globalen Bildungsarbeit. Im Bereich Anti-Diskriminierung widmet er sich Fragen Rund um Soziale Gerechtigkeit und regt an, eine kritische und politische Haltung gegenüber dem vermeintlich „a-politischen“ Raum der Psychologie zu übernehmen.